Ein Schaf kehrt zurück

Napoleon hat dunkle, große Knopfaugen, die einen herzerweichend anschauen können, und eine weiche, schwarze Stupsnase. Zugegeben, er ist etwas zu anhänglich und außerdem pummelig. Doch das ist bei Napoleon nicht so schlimm – denn er ist ein Schaf. Nicht irgendein Schaf. Napoleon ist eines von mittlerweile etwa 7.000 Rhönschafen, die zwischen Fulda und Meiningen wieder heimisch wurden. Noch vor ein paar Jahren sah diese Zahl weniger rosig aus. Eine der ältesten Nutztierrassen Deutschlands war vom Aussterben bedroht. »Aber wir haben gerade noch einmal die Kurve gekriegt«, sagt Dietmar Weckbach sichtlich erleichtert. Der Schäfer hat selbst maßgeblich Anteil an dieser positiven Entwicklung. Als der Bund Naturschutz 1995 ein Projekt zur Rettung des Rhönschafes ausrief und 240 Rhönschafe ankaufte, um sie wieder in ihrer ursprünglichen Heimat anzusiedeln, stellte er seinen Betrieb komplett um. Heute besitzt er etwa 720 Mutterschafe und züchtet jährlich um die 1.300 Lämmer. »Aber das sind ganz besondere Lämmer«, meint der fast zwei Meter große Hüne augenzwinkernd. Was das Rhönschaf so besonders macht, ist nicht nur sein auffallendes Äußeres: Mit den schwarzen, unbehornten Köpfen, den weißen Beinen und dem seidigen, langen Fell sticht es sofort aus der charakteristischen, grünen Kuppellandschaft der Rhön heraus. Das Rhönschaf ist eine sehr genügsame Rasse, die sich hervorragend dem rauen und feuchten Klima des Mittelgebirges anpasst. »Und der Geschmack des Fleisches ist einzigartig «, betont Schäfer Weckbach stolz.

Mehr über das Röhnschaf finden Sie im apéro Magazin 16

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