Das perfekte Dinner

Leise Geigen schmeicheln 80 Meter über dem Flüsschen Naab, im historischen, denkmalgeschützten Kastell von Wernberg-Köblitz, als Peter Fischer routiniert und nicht minder motiviert zur Kamera greift und sein spektakulär in Szene gesetztes Model lüstern ins Visier nimmt: eine Jakobsmuschel auf Ma­ronenpüree mit Selleriecreme, Quitten und Mandel-krokant. Neben ihm steht, für einen kurzen Moment nur zur Un­tätigkeit verdammt, Christian Jürgens – den langen Zeige­finger nachdenklich auf die Unterlippe und die Stirn fast schmerzverzerrt in Falten gelegt. Ein paar Sekunden und einige hektische Augenbewegungen lang geht das so, bis es aus dem 39-Jährigen fast erlöst herausbricht: „Ich muss das Maronenpüree noch mal anrichten, das gefällt mir noch nicht.“ So geht das an diesem Tag noch oft. Ohne ersichtlichen Grund übrigens. Doch Endgültigkeit hat für den verspielten Kochkünstler fast schon etwas Unerträgliches. „Der Gast soll schmecken und auf dem Teller sehen, dass meine 18-köpfige Brigade und ich uns freuen, für ihn kochen zu dürfen.“ Christian Jürgens zelebriert einen Perfektionismus, der nach mehr als zwei Michelin-Sternen schmeckt und uns in dieser kompromisslosen Form immer wieder aufs Neue angenehm überrascht.

Mehr über Christian Jürgens, seine Küche sowie seine Rezepte
finden Sie im apéro Magazin 07


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