Schätze aus der Po-Ebene

Wie ein silbernes Band mäandert der große Strom durchs flache Land, vorbei an lichten Pappelwäldchen und exakt gescheiteltem Rebland, an fetten Wiesen und antiken Palazzi.

Hier in der „Bassa“, dem „tiefen Land“ zwischen Piacenza und Parma, mit seinen trüben Nebeltagen im Winter und seinen schwülen Hitzetagen im Sommer, ist auch der Culatello zuhause: Ein wahres Wurst-Wunder im mit feinen „salumi“ ohnehin gesegneten Italien. Vier bis fünf Kilo schwer und ausladend wie Rugby-Bälle hängen die Culatelli in Massimo Spigarolis über 600 Jahre altem Gewölbekeller unter dem Adelsgehöft Antica Corte Pallavicina im Örtchen Polesine Parmense. Gerade mal zehn Meter hinter den Deichen des Po, gut anderthalb Meter unter der Erde, reifen hier auf 450 Quadratmetern an die 4.000 pralle Schweine-popos. Nichts anderes nämlich bedeutet der Name Culatello und verweist damit unverblümt auf seine anatomische Herkunft: den „culo“ des Borstentiers.
Spigarolis unterirdischer Hintern-Himmel ist ein Spektakel, das die Sinne berauscht mit seinem Duft, zartem Schimmel und altem Holz. 

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