Ein Kraut für Kontraste

Wie Morgentau überziehen kleine Perlen die Stängel und fleischigen Blätter des Eiskrauts. Doch abschütteln lassen sie sich nicht. Die glitzernden Kügelchen sitzen fest und sorgen so neben dem attraktiven Aussehen für ein ungewöhnliches sensorisches Erlebnis. Jodig-salzig und erfrischend zugleich schmecken die saftig-grünen Blätter des Mesembryanthemum crystallinum.
Ursprünglich in Südafrika beheimatet, ist das Mitglied der Familie der Mittagsblumengewächse Aizoaceae mittlerweile auch in Kalifornien, Australien, Mexiko, auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeerraum verbreitet. Ein Verwandter ist der „neuseeländische Spinat“, mit dem das Eiskraut gelegentlich verwechselt wird. Das Eiskraut ist bestens an karge und trockene Böden angepasst, es wurzelt tief und entzieht benachbarten Pflanzen das Wasser. Diese leiden zusätzlich unter dem erhöhten Nitratgehalt des Bodens, der sich in der Umgebung von Eiskraut einstellt. Mit Hilfe der Bläschen steuert die Pflanze ihren Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Der salzige Geschmack rührt von dem in den Bläschen angereicherten Natriumkarbonat her. Auf den Kanaren wird das Eiskraut auch „Sodapflanze“ genannt, dort wurde im 19. Jahrhundert aus der Pflanze Soda gewonnen, das als Seifenrohstoff nach Europa verschifft wurde.

Die drei "jeunes Restaurateurs"
Jürgen KochChristian Mittermeier und Hans-Harald Reber arbeiten arbeiten mit Eiskraut.

Mehr über das Eiskraut, die drei Köche sowie ihre Gerichte
finden Sie im apéro Magazin 08

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