"Kaviar" aus dem Regenwald

Mario Corti
Executive Sous Chef
MANDARIN ORIENTAL  HONGKONG

Die „Molekularküche“ mit ihren zerplatzenden Aromakügelchen ist in aller Munde – aber wie so oft bei dem, was menschlicher Geist ersonnen hat, ist ihm die Natur um eine Nasenlänge voraus. Nasenlänge? Nein: Jahrtausende der Evolution! Seit Traumzeiten konnten sich die Aborigines in den Regenwälder von „Down Under“ an eben diesen Eigenschaften erfreuen, wenn sie Finger-Limes (auch Finger-Limetten) vom Citrus Australasica ernteten.
Dank der kulinarischen Globalisierung kommen nun – wenn auch noch zögerlich – die bis zu 10 cm langen und 3 cm dicken Früchte eines strauchartigen, vier bis sechs Meter hohen Zitrusbaums nach Europa. Zur Freude der Gourmets, denn Finger-Limes haben es in sich: kleine, kaviarähnliche Kügelchen, die sich aus den lederartigen Schalen drücken oder streifen lassen und beim Zerbeißen einen fein-säuerlichen Saft entlassen. Milder als der von Zitronen, dafür mit etwa dem zehnfachen Vitamin-C-Gehalt, einem geringeren Wasseranteil, reichlich Mineralstoffen und mehr Ballaststoffen.

Mehr über die Finger-Limes sowie die Gerichte finden Sie im apéro Magazin 07

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