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Visionen, Leidenschaft, Ausdauer …

Der 18. Oktober – das war der große Abend des »Eckart 2016«. Der Koch des Jahrhunderts verlieh den Preis, dem er seinen Namen gab, in den vier Kategorien »Große Kochkunst« an Andreas Caminada, »Innovation« an Dominique Crenn, »Lebenskultur« an den Münchner Viktualienmarkt und »Kreative Verantwortung und Genuss« an Sebastian Copeland. So unterschiedlich die vier Preisträger auch sein mögen, die oben genannten Attribute einen sie alle. Erfahren Sie mehr von Anne Webert. Und sie gelten auch für weitere Protagonisten dieser Ausgabe: Da ist zum Beispiel André Tienelt, Küchenchef im »Wilder Ritter« in Durbach. Beim großen Elb-Hochwasser schwemmte es sein Restaurant im »Hotel Elbresidenz« in Bad Schandau regelrecht weg. Er begann nochmals von vorn und erkochte sich sehr schnell im Badischen den Michelin-Stern. Oder Herbert Hintner vom Restaurant »Zur Rose« im südtirolerischen Eppan. Er hält seinen Stern seit 21 Jahren – da kann man wohl mit Fug und Recht von Ausdauer und Leidenschaft sprechen. Noch einer, der mit großer Leidenschaft und Kreativität kocht, ist Maximilian Strohe. In seinem Restaurant »tulus lotrek« in Berlin Kreuzberg ist nichts so, wie es scheint, angefangen vom Namen. Er eröffnete es 2015, und bereits ein Jahr später wurde er von den Berliner Meisterköchen zum »Aufsteiger des Jahres« ernannt.
Bleiben wir in Kreuzberg: Drei junge Männer hatten eine Vision vom Anders-Essen und Anders- Einkaufen: Florian Niedermaier, Bernd Maier, Nikolaus Driessen. Sie erstanden von der Stadt Berlin die historische Markthalle Neun – 1.800 Quadratmeter für saisonal und regional erzeugte und gehandelte Lebensmittel.
Einen weiteren Visionär möchte ich Ihnen vorstellen: NOMA-Gründer Claus Meyer. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem »Eckart für Kreative Verantwortung und Genuss« ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Mit diesem Geld und extrem großem persönlichen Einsatz will er ein von Studenten betriebenes Restaurant aufbauen, das jungen Leuten eine Karriere ermöglichen und ihnen die Chance geben soll, ihre Familien aus der Armut zu führen – in Brownsville, einem bildungsfernen Ortsteil von Brooklyn. Chapeau!
Ebenso ziehe ich den Hut vor Marcel Bretschneider und all den anderen »Arche«-Mitarbeitern, die sich deutschlandweit in 20 Kinder- und Jugendhäusern um die jungen, von der Gesellschaft Benachteiligten kümmern und für eine warme Mahlzeit am Tag, Frühstücksbrote in der Schule, Hilfe bei den Hausarbeiten und auch mal für dicke Schuhe oder einen Wintermantel sorgen – ohne viel Worte.
Und letztere braucht es auch nicht, um zu verstehen, dass Spenden jederzeit sehr willkommen und sogar nötig sind – Weihnachten steht vor der Tür …
Die gesamte apéro-Redaktion und ich wünschen Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit und einen strahlend-schönen Winter.
Ihre

Mechthild Piepenbrock-Fischer