Jochen Haverland - Pumpernickel: Eine Frage der Zeit

Der Soester Jörgen Haverlanth war 7 Jahre alt, als 1577 Hollands vielleicht größter Maler Peter Paul Rubens geboren wurde. Sie lernten sich nie kennen, hatten keinerlei Gemeinsamkeiten – und wurden doch mit ihren Meisterwerken über die Grenzen ihrer jeweiligen Länder bekannt und bis heute geliebt. Über Rubens wurde alles gesagt und geschrieben, was zu sagen und zu schreiben ist – bei Jörgen Haverlandt gab’s nicht so viel zu sagen und schon gar nichts zu schreiben: Er wurde Bäcker. Seine Nachkommen ebenfalls. Und so backt heute die 12. Generation Haverland (heute so geschrieben) im westfälischen Soest ein Produkt, das weltweit für deutsche Brotkultur steht und nur aus Roggenschrot und Wasser bestehen sollte, wie die Soester meinen – das einzig echte Schwarzbrot: „Pumpernickel“. Um das zu backen, dauert es – wie im Mittelalter – mehrere Tage. „Zeit ist der wichtigste Faktor, denn die Aromen entwickeln sich beim Pumpernickel durch die langen Ruhe- und Backzeiten“, sagt Jochen Haverland. „Und diese Zeit nehmen wir uns, auch wenn viele das für unnötig halten. Das Qualitäts-Verständnis, das wir für unser Produkt haben, ist halt nicht für jeden nachvollziehbar.“ apéro wollte es genauer wissen und beobachtete, wie nichts als Roggen und Wasser (nicht mal eine Prise Salz) zum weltweit bekannten und bei Auslandsdeutschen als „Heimwehbrot“ heiß geliebten Pumpernickel wird.

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