Majestätisch – Faszinierend – Etwas ganz Besonderes

Als François Villon (1431 bis 1463) sinnlich-lasterhaft vom Erdbeermund träumte, war Amerika noch nicht entdeckt. Von dort brachten die Eroberer die Scharlacherdbeere mit, den botanischen Vater unserer heutigen Gartenerdbeeren. Der Bericht ins Mutterland war euphorisch: Sie hätten in Neuengland scharlachrote Erdbeeren gefunden, schrieben 1534 französische Siedler, angeführt von Jacques Cartier, dem Entdecker des St.-Lorenz-Stroms. Große Flächen seien mit ihnen bewachsen, ihre Beeren viel größer und der Geschmack viel besser als die in Europa bekannten Früchte. Englische Siedler wiederum waren es, die etwas später eine weitere Form der Scharlacherdbeere (fragaria virginiana) mit kugelrunden Früchten entdeckten, die heute in ganz Nordamerika vorkommt, von der Ostküste bis zu den Rocky Mountains, von Kalifornien bis Alaska. Vermutlich um 1620 kam die Scharlacherdbeere nach Europa und wurde 1632 erstmals in einem Pflanzenverzeichnis erwähnt. Rasch drängte sie die bis dahin angebauten Walderdbeeren zurück in die Wildnis.

Drei Schwarzwälder habenSpaß an der Scharlacherdbeere:
Martin HerrmannJörg Sackmann und Bernd Werner

Mehr über die Scharlacherdbeere, die drei Köche sowie ihre Gerichte
finden Sie im apéro Magazin 04

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